Verletzungsfreies Stürzen - der Notsturz

Stürzen sollten Sie beim Erlernen einer neuen Sportart einplanen. Im Abschnitt Schoner wurde bereits erklärt, welche Aufgaben die Schoner haben - hier nun, wie sie eingesetzt werden.
Eines noch vorweg: es gibt Stürze, da findet man sich auf dem Teer wieder und hat keine Ahnung, was gerade passiert ist. Bei solchen Vorgängen reagiert der Körper aus einem guten Fundus an Reflexen um sich zu schützen. Reflexe zu verändern oder anzutrainieren ist ein sehr, sehr langwieriger Prozeß. Teilweise merkt man jedoch, daß einem beim Skaten die Kontrolle entgleitet oder man in eine Situation kommt, der man nicht mehr gewachsen ist. Hier kann man sehr wohl noch aktiv steuernd eingreifen und einen "Sturz" - mehr ein kontrolliertes Aufgeben - ausführen, welcher den Körperschwerpunkt nahe an den Teer bringt, die Geschwindigkeit mittels Schoner zum Stillstand bremst und die Knochen und Gelenke nicht in Gefahr bringt.
Hinweis: Lesen alleine hilft hier wenig. Im Schreck müssen Sie diesen Bewegungsablauf bombensicher ablaufen lassen können, um davon einen Nutzen zu haben. Also: ÜBEN!!! - auch wenn die Schuhspitzen und Schoner ein wenig verkratzen, dafür sind sie da. >>

Inline-Skaten lernen Sie in einer Inline-Skate-Schule unter Anleitung von geprüften Trainern. Diese Darstellung soll lediglich einen Kurs ergänzen und wiederholen.
Video
runter auf ein Knie Los geht's! Aus der normalen Fahrposition gehen wir zügig aber kontrolliert auf ein Knie.
Lassen Sie sich nicht einfach fallen! Der Ablauf ist ähnlich, als würden Sie beginnen, sich hinzuknien.
Gesäß hat Kontakt zum Skate Idealerweise berührt das Gesäß den Skate, bevor der Knieschoner Bodenkontakt hat.
Wichtig: Der Hintern bleibt unten! Über den schleifenden Schoner kommt nun bereits Bremswirkung, und das verleitet dazu, sich nach vorne zu lehnen - NEIN! - das Gesäß bleibt auf dem Skate, der Oberkörper aufrecht.
das zweite Knie Reicht die Bremswirkung immer noch nicht oder ist die Haltung instabil, können Sie den zweiten Knieschoner auch noch aufsetzen. Wichtig: der Hintern bleibt weiterhin auf den Skates!
bis zum Stand In dieser Halltung schlittern Sie nur noch kurz bis zum Stillstand. Oberkörper nach hinten - alles ist stabil und ein unkontrollierter Sturz vermieden.
das Gesäß bleibt unten! Sollte es Sie doch nach vorne nehmen - das Gesäß bleibt, komme was wolle, angehockt auf den Skates - fangen Sie die Bewegung auf den Wristguards ab. Finger abspreizen, Ellenbogengelenk nicht vollständig durchstrecken.
Diese Haltung hat einen extrem tiefen Schwerpunkt auf großer Grundfläche.

Bitte werfen Sie sich auf keinen Fall einfach auf die Knie und dann auf die Ellenbogen. Diese Sturztechnik stammt aus dem Aggressiv-Bereich und funktioniert in der Halfpipe einwandfrei - allerdings mit speziellen Knieschonern aus geringer Entfernung gegen die Wand der Halfpipe. Teilweise wird dies "Falltechnik" so auch für den Fitnessbereich gelehrt. Bitten Sie den Trainer, Ihnen diese Technik bei höherer Geschwindigkeit vorzumachen - er wird es nicht tun. Ihnen soll das dann helfen?


Dieser Bewegungsablauf wurde unter folgenden Gesichtspunkten entwickelt: